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Willibald Hilgers 
® Willibald Hilgers 2000
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Projekt Vorwort Konzept
 
 Die Aufgabe besteht nicht so sehr darin,
zu sehen, was noch nie gesehen,
sondern eher
zu denken, was noch nie gedacht,
über das, was jeder sieht.
Arthur Schopenhauer

Vorwort: Philosophie aus Not

Ich bewege mich ganz und gar nicht auf seiner Linie, aber wenn er Recht hat, hat er Recht, der alte Pessimist Schopenhauer. Tag für Tag ereignen sich viele Entdeckungen und Erfindungen. Das Wissen der Menschheit verdoppelt sich in wenigen Jahren. Es gibt so viel Neues zu sehen, aber es sind nur winzige Stücke, Schnipsel eines riesigen Puzzles, das die Welt bedeutet. Um es zusammenzufügen, reicht ein Menschenleben bei weitem nicht aus. Dennoch braucht jeder Mensch ein Bild von der Welt, das ihm hilft, sich notdürftig zurecht zu finden und seinem Leben einen Sinn zu geben.

Die Wissenschaft kann dabei nicht helfen, sie ist vollauf mit ihrer Schnipseljagd beschäftigt. Die Philosophie sollte es können, aber es gibt mittlerweile so viele Philosophien, dass man ein Leben lang zu tun hätte, allein um die philosophischen Schnipsel nach ihrer Brauchbarkeit zu sortieren. 

Kein Weg führt also um die Notwendigkeit herum, dass sich jeder einzelne Mensch sein eigenes Bild macht oder sich für eines, das er irgendwo vorfindet, entscheidet. 

Jeder Mensch ist mithin Philosoph, nicht aus Lust und Laune, 
nein ganz einfach, weil das Leben ihn dazu zwingt. 
Ich habe mir in meinem Leben viel Zeit genommen, um über alles nachzudenken und mit anderen über die Themen zu sprechen, die in diesem Projekt behandelt werden. 

In zahllosen mehr oder weniger zufälligen Gesprächen im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch auf Wanderungen, in der Eisenbahn und wo auch immer, habe ich mit nicht nachlassendem Staunen erfahren, wie groß die Aufgeschlossenheit der Menschen für solche Themen ist. Man braucht nur einmal aus dem üblichen Smalltalk durch eine scheinbar unvorsichtige Bemerkung zu Dingen, über die man sonst nicht spricht, auszubrechen - schon merkt der Gesprächspartner die Offenheit und geht auf das Thema ein. Nach diesem Muster entwickelten sich viele gute, nicht enden wollende Dialoge.

Irgendwann - es ist wohl schon ein Vierteljahrhundert her - setzte sich der Wunsch in mir fest, den Inhalt dieser Themen aufzuschreiben und zu sammeln. Dieses Vorhaben erwies sich aber als so weitreichend, dass ich bis heute gebraucht habe, um das Konzept zu entwickeln und die Quintessenz aus vielen tausend Seiten Text in Kernaussagen zu fassen.

Das Konzept:

Fertig ist allein der Hauptteil mit den Kernaussagen. Wegen des unerschöpflichen, ausufernden Gegenstands ist der Hauptteil äußerst streng in 7 Hauptthemen mit jeweils 7 Unterthemen gegliedert. Die 7 Themen des Überblicks fassen den wesentlichen Inhalt der Hauptthemen nochmals zusammen. Es handelt sich somit um 56 thematische Einheiten, nämlich 7 Hauptthemen mal 7 Unterthemen = 49, plus 7 Zusammenfassungen auf höchster Systemebene. Ein Blick auf die Tabelle im Inhaltsverzeichnis zeigt mehr, als noch so viele Worte sagen könnten.

Der Inhalt der thematischen Einheiten, kurz "Themen" genannt, ist höchst konzis. Er wurde aufs Allernotwendigste zusammengeschnitten, jedes überflüssige Wort gnadenlos ausgemerzt. Liest man nur die Seite Überblick mit ihren 7 Hauptthemen, weiß man schon, um was es geht. Nimmt man sich dann noch die 7 Seiten Hauptthemen mit ihren je 7 Unterthemen vor, ist der Durchblick (hoffentlich) vollständig.

Wegen der notwendig eng gedrängten Darstellung der Themen, die zudem viele provokante Thesen enthalten, bedürfen die Themen der Erläuterungen, der Erklärungen und wohl auch der Plädoyers zu ihrer Verteidigung, insbesondere was die religiösen Anschauungen anlangt. Meine Thesen sollten für Angehörige aller Religionen annehmbar sein. Sie sind hochsensibel für die Grenzen der Immanenz und offen für transzendentale Fragen. Die Erläuterungen sind in besonderen Seiten enthalten, die den einzelnen Themen zugeordnet sind. Diese Erläuterungsseiten sind über Links innerhalb der Thementexte (meistens in den Auswahlbegriffen der Spalte "Wahl") zugänglich.

Das Problem besteht nun darin, dass diese Erläuterungen zwar schon in vielen tausend vorbereitenden Texten vorliegen. Aber bevor sie ins Netz gestellt werden, müssen sie auf jeden Fall im Licht der neuesten Erkenntnisse überarbeitet werden. Das kann nur Schritt für Schritt geschehen. Angesichts meines Gesundheitszustands - seit 1998 Muskelschwund mit ungewissem Verlauf (ALS? MMN?) - kommt es dabei ganz vordringlich auf die Auswahl an - streng nach dem Prinzip: Das Wichtigste zuerst! Dabei können Sie mir als Besucher vortrefflich helfen, indem Sie mir über das Gästebuch entsprechende Hinweise geben. 

Ähnliches wie für die Erläuterungsseiten gilt auch für das Glossar.

Ich würde mich über jeden Ihrer Besuche herzlich freuen.
 
 

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